Siedlungsverbindungen Luzern-Süd (A2)

Gemeinsame Entwicklung der Siedlungsverbindungen Luzern-Süd

Bund, Kanton und Stadt Kriens haben sich darauf geeinigt, die geplanten Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 in LuzernSüd gemeinsam umzusetzen und zu finanzieren. Ziel ist es, die heute stark trennende Wirkung der Autobahn im Krienser Siedlungsgebiet zu reduzieren und neue Verbindungen zwischen den Quartieren zu schaffen. Das Entwicklungskonzept «Siedlungsverbindungen Luzern-Süd» basiert auf einem seit 2022 breit abgestützten Planungsprozess, der von Beginn weg durch den regionalen Entwicklungsträger LuzernPlus sowie das Gebietsmanagement LuzernSüd koordinierend begleitet wurde. Die Grundidee der Teilüberdeckungen wurde bereits 2021 im Regelwerk LuzernSüd als langfristige Entwicklungsstrategie verankert.

Räumliches Zielbild und zentrale Projektelemente

Das räumliche Zielbild sieht vor, die Autobahn A2 an mehreren Stellen gezielt zu überdecken und damit neue öffentliche Freiräume und Aufenthaltsorte zu schaffen. Ergänzend zu den im Gesamtsystem Bypass Luzern vorgesehenen Grosshofbrücken werden zwei weitere Schlüsselelemente realisiert: die Überdeckung Arsenal zur Siedlungsverbindung Rösslimatt sowie die Verlängerung des Tunnels Schlund zur Siedlungsverbindung Chäppeliallmend. Damit sollen Quartiere besser vernetzt, die Siedlungsentwicklung nach innen unterstützt sowie der Lärmschutz und die Störfallvorsorge verbessert werden.

Finanzierung, Umsetzung und weiteres Vorgehen

Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich gemäss aktueller Schätzung auf rund 186,5 Mio. Franken. Das Bundesamt für Strassen ASTRA übernimmt die Bauherrschaft und trägt rund 60 Prozent der Kosten, der Kanton Luzern 26 Prozent und die Stadt Kriens 14 Prozent. Bund, Kanton und Stadt haben eine gemeinsame Umsetzungsvereinbarung unterzeichnet. Über die Finanzierungsbeiträge von Kanton und Stadt entscheiden die Parlamente sowie die Stimmbevölkerung im Herbst 2026. Die weiteren Planungsschritte werden voraussichtlich rund zehn Jahre dauern; eine Realisierung ab etwa 2037 wird angestrebt – möglichst koordiniert mit dem Gesamtsystem Bypass Luzern.

Bedeutung für LuzernSüd – Chancen und Potenziale

Die geplanten Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 sind ein zentrales Schlüsselprojekt für die langfristige Entwicklung von LuzernSüd. Der Raum LuzernSüd zählt zu den wichtigsten gemeindeübergreifenden Entwicklungsschwerpunkten des Kantons Luzern und steht in den kommenden Jahren vor einer weiteren Verdichtung von Wohnen, Arbeiten und öffentlichen Nutzungen. Die Teilüberdeckungen leisten einen entscheidenden Beitrag, um diese Entwicklung qualitativ zu begleiten: Sie überwinden die bestehende Barrierewirkung der Autobahn, stärken die räumliche Vernetzung zwischen den Quartieren und schaffen neue öffentliche Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Damit eröffnen sich neue Potenziale für eine nachhaltige Innenentwicklung, für klimaangepasste Freiräume sowie für einen zusammenhängenden, identitätsstiftenden Stadtraum in LuzernSüd.

Weiterführende Informationen

Das Entwicklungskonzept (Stand Februar 2026) mit dem erläuternden Bericht sowie dem finalen Zielbild kann hier aufgerufen werden: Entwicklungskonzept ÜDA2-LU.

Alle weiteren und aktuellen Informationen findet man auf der Projektwebseite: Siedlungsverbindungen Luzern-Süd - Kanton Luzern

Geplante Siedlungsverbindungen im 3D-Stadtmodell: Landschaftsmodell - Kanton Luzern