Horw Mitte – Hochschulstandort und lebendiges Zentrum

Zwischen dem historischen Dorfkern, dem Bahnhof Horw, dem Campus und dem begrünten Autobahnpark entsteht eine neue Mitte für Horw. Das Gebiet verbindet Wohnen, Arbeiten, Bildung, Einkauf und Mobilität mit attraktiven Grün- und Freiräumen. Gemeinsam mit dem Mattenplatz bildet Horw Mitte eines der beiden neuen urbanen Zentren von LuzernSüd.

Rund um den Bahnhof treffen unterschiedliche Nutzungen und Zeitschichten aufeinander: die industrielle Vergangenheit der Ziegelei, der gewachsene Hochschulstandort, bestehende Wohn- und Gewerbebauten sowie neue urbane Quartiere. Der Bahnhofplatz bildet das räumliche Scharnier zwischen dem Dorfzentrum, den Wohngebieten, dem Campus und den südlich anschliessenden Entwicklungsräumen. Die kurzen Wege und die direkte Anbindung an Bahn, Bus sowie Fuss- und Velorouten machen Horw Mitte zu einem zentralen Wohn-, Bildungs- und Arbeitsstandort.

Die Geschichte des Gebiets ist eng mit seiner Landschaft verbunden. Der Name Horw leitet sich von mittelhochdeutschen Begriffen für Schlamm und sumpfigen Boden ab und verweist auf die frühere Beschaffenheit des Talbodens. Bereits 1231 wurde der Ort unter der Bezeichnung «horwe» erstmals urkundlich erwähnt. Weil die Ebene lange feucht und nur schwer bebaubar war, entstanden die Kirche und die ersten Häuser am Hang. Erst nach der schrittweisen Trockenlegung des Talbodens breiteten sich Siedlung, Landwirtschaft und Gewerbe in die Ebene aus.

Als 1889 die Eisenbahnlinie von Luzern nach Alpnach eröffnet wurde, lag der Bahnhof Horw noch weit ausserhalb des damaligen Dorfes. Mit der zunehmenden Besiedlung und Industrialisierung entwickelte sich der Talboden jedoch zu einem wichtigen Wohn- und Arbeitsgebiet. Besonders prägend war die Ziegelei Horw, die 1901 von den späteren AGZ Ziegeleien übernommen wurde. Über Jahrzehnte wurden hier Backsteine produziert und über eine Materialseilbahn Rohstoffe transportiert. Nach der Stilllegung des Werks im Jahr 2001 eröffnete sich die Möglichkeit, das grosse Industrieareal neu zu nutzen. Mit dem Ziegeleipark entstand daraus schrittweise ein Wohnquartier mit öffentlichen Grünräumen, während einzelne historische Gebäude und Spuren der Ziegelei an die industrielle Vergangenheit erinnern.

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SIEBEN TEILRÄUME – EINE NEUE MITTE FÜR HORW

Horw Mitte

Horw Mitte umfasst sieben unterschiedlich geprägte Teilräume. Der Ziegeleipark verbindet neuen Wohnraum und grosszügige Grünflächen mit der industriellen Geschichte des Standorts. Der Campus Horw entwickelt sich zu einem bedeutenden Bildungs-, Forschungs- und Begegnungsort für die Zentralschweiz. Mit MOYO, AQUA und Solitaire sind unterschiedliche Formen des urbanen Wohnens entstanden. Bahnhof und Bushub bilden die Mobilitätsdrehscheibe des Gebiets, während die verbleibenden Entwicklungsräume der Zentrumszone Platz für weitere Wohn-, Arbeits- und Dienstleistungsnutzungen bieten.

Gemeinsam schaffen die sieben Teilräume eine neue Mitte zwischen Dorfzentrum, Hochschule und Bahnhof – als lebendiges Zentrum von Horw und wichtiger südlicher Schwerpunkt von LuzernSüd.

Auch der Hochschulstandort hat Horw wesentlich geprägt. Das heutige Departement Technik & Architektur nahm 1958 als Zentralschweizer Technikum seinen Studienbetrieb auf und bezog 1977 den Campus in Horw. Damals studierten hier rund 500 Personen; seither sind die Studierendenzahlen, die Forschungstätigkeit und die Anforderungen an Labore, Werkstätten und Unterrichtsräume stark gewachsen. Der Campus entwickelte sich zu einem bedeutenden Ort für praxisorientierte Ausbildung, Forschung und Zusammenarbeit mit Unternehmen und der öffentlichen Hand.

In den kommenden Jahren wird der Campus grundlegend erneuert und erweitert. Künftig sollen hier die Hochschule Luzern – Technik & Architektur und die heute auf mehrere Standorte verteilte Pädagogische Hochschule Luzern zusammengeführt werden. Auf rund 65’000 Quadratmetern entsteht Raum für etwa 4’000 Studierende und 1’000 Mitarbeitende. Zwei Neubauten und die erneuerten Bestandsgebäude bieten zeitgemässe Räume für Unterricht, Forschung, Werkstätten, Labore und Austausch. Gemeinsam genutzte Einrichtungen wie Bibliothek, Mensa und Veranstaltungsräume schaffen Synergien zwischen den Hochschulen. Gleichzeitig wird der Campus mit einem naturnahen Park, neuen Treffpunkten und einer direkten Promenade zum Bahnhof stärker für das Quartier geöffnet.

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Quartierverein Horw Zentrum

Horw Zentrum entwickelt sich zu einem lebendigen, urbanen Quartier mit neuen Wohnungen, Arbeitsplätzen, Grünräumen und der Hochschule Luzern als Innovationsmotor. Der neu gegründete Quartierverein Horw Zentrum fördert den Austausch im Quartier und freut sich über Unterstützung und neue Mitglieder.

Die planerische Grundlage für das neue Zentrum wurde ab 2006 gemeinsam mit den Grundeigentümerschaften, der Zentralbahn und weiteren Beteiligten erarbeitet. Der daraus entstandene Bebauungsplan trat 2012 in Kraft. Seither wurden zahlreiche Baufelder realisiert: Mit AQUA, Solitaire, MOYO und dem Ziegeleipark entstanden innerhalb weniger Jahre vielfältige Wohnangebote und neue Gewerbeflächen. Gleichzeitig wurden der Bahnhof modernisiert, die Allmendstrasse aufgewertet, der Steinibach renaturiert und ein grosszügiger öffentlicher Park geschaffen.

Die Entwicklung von Horw Mitte ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Mit dem neuen Campus, dem geplanten Bushub, der weiteren Gestaltung des Bahnhofplatzes und zusätzlichen Wohn- und Arbeitsräumen beginnt die nächste Etappe. Dabei sollen nicht nur neue Gebäude entstehen, sondern auch attraktive öffentliche Räume, belebte Erdgeschosse und sichere Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr. So wächst zwischen Dorfkern, Bahnhof und Hochschule eine lebendige neue Mitte, die Horw stärker mit LuzernSüd und der gesamten Region verbindet.

Jedes Areal für sich

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Ziegeleipark

Der Ziegeleipark liegt beidseits der Gemeindegrenze von Horw und Kriens auf dem früheren Produktionsareal der Ziegelei Horw. In mehreren Gebäuden entstanden rund 300 Mietwohnungen für unterschiedliche Generationen und Lebensformen. Gewerbe-, Dienstleistungs- und Gemeinschaftsräume beleben die Erdgeschosse und schaffen Angebote für das gesamte Quartier. Das öffentliche Herzstück bildet die rund 7’000 Quadratmeter grosse Parkanlage entlang des renaturierten Steinibachs. Historische Elemente wie das ehemalige Verwaltungsgebäude, die Seilbahnstation und die alten Eichen erinnern an die industrielle Vergangenheit des Areals.

Mehr gibt es hier: Ziegeleipark

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Campus Horw

Der Campus Horw ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bildungs- und Forschungsstandort der Zentralschweiz. In den kommenden Jahren wird er erneuert und zu einem gemeinsamen Standort der Hochschule Luzern – Technik & Architektur und der Pädagogischen Hochschule Luzern ausgebaut. Auf rund 65’000 Quadratmetern soll Raum für etwa 4’000 Studierende und 1’000 Mitarbeitende entstehen. Zwei Neubauten, erneuerte Bestandsgebäude sowie neue Werkstätten, Labore und Begegnungsräume bilden künftig ein zusammenhängendes Hochschulquartier. Ein naturnaher Campuspark und die Hochschulpromenade verbinden den Bildungsstandort mit dem Bahnhof und den angrenzenden Quartieren.

Mehr gibt es hier: Projekt Campus Horw - Kanton Luzern

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MOYO

Die Überbauung MOYO bildet einen grossen Wohnbaustein zwischen Bahnhof, Allmendstrasse und Dorfzentrum. In mehreren Gebäuden entstanden 331 Wohnungen – vom kompakten Studio bis zur grosszügigen Familienwohnung – sowie über 2’000 Quadratmeter Gewerbeflächen. Unterschiedliche Gebäudehöhen und begrünte Innenhöfe gliedern das dichte Quartier und schaffen geschützte Aufenthaltsräume. Gewerbliche und publikumsorientierte Nutzungen in den Erdgeschossen tragen zur Belebung des Umfelds bei. MOYO stärkt die Verbindung zwischen Bahnhof, Dorfzentrum und Campus und bringt zusätzliche Bewohnende in die neue Mitte von Horw.

Mehr gibt es hier: Moyo Horw

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AQUA

AQUA war eines der ersten realisierten Wohnprojekte von Horw Mitte und setzte ein frühes Zeichen für den Wandel des Gebiets. Das Gebäude umfasst 54 Mietwohnungen mit unterschiedlichen Wohnungsgrössen. Ein privater Parkgarten schafft einen ruhigen Gegenpol zur zentralen Lage. Bahnhof, Bushaltestellen, Einkaufsmöglichkeiten und Dorfzentrum sind in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. Mit seinem nachhaltigen Energiekonzept und der klaren Architektur steht AQUA für die Verbindung von urbanem Wohnen und hoher Lebensqualität.

Mehr gibt es hier: Aqua Horw

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Solitaire

Das 14-geschossige Hochhaus Solitaire setzt einen weithin sichtbaren Orientierungspunkt in Horw Mitte. Der 2019 fertiggestellte Bau umfasst 46 Wohnungen sowie Gewerbeflächen in den unteren Geschossen. Seine freistehende Form und die markante Metallfassade verleihen dem Gebäude einen eigenständigen Ausdruck. Von den oberen Geschossen öffnen sich weite Ausblicke über Horw, den Vierwaldstättersee und die umliegenden Berge. Als erster vertikaler Akzent steht Solitaire sinnbildlich für die neue Urbanität rund um den Bahnhof Horw.

Mehr gibt es hier: Solitaire | Architectes.ch

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Bahnhof Horw und Bushub

Der Bahnhof Horw bildet das verkehrliche Herz von Horw Mitte. S-Bahn, Buslinien sowie wichtige Fuss- und Veloverbindungen treffen hier aufeinander und verbinden das Gebiet mit Luzern, Kriens, Nidwalden und Obwalden. Der Bahnhof wurde bereits modernisiert, während der Bahnhofplatz heute noch provisorisch gestaltet ist. Mit dem geplanten Bushub sollen drei Haltekanten kurze und direkte Umsteigewege zwischen Bahn und Bus ermöglichen. Ergänzende Veloabstellplätze, Sharing-Angebote, eine Begegnungszone und neue Grünflächen sollen den Bahnhofplatz zu einer attraktiven Mobilitätsdrehscheibe und einem öffentlichen Treffpunkt machen.

Mehr gibt es hier: Gemeinde Horw - Neue Chance für den Bushof

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Entwicklungsräume der Zentrumszone

Rund um den Bahnhof und auf dem ehemaligen Ziegeleiareal bestehen weitere Flächen mit Entwicklungspotenzial. Östlich der Bahn sind zusätzliche Gebäude für Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen sowie publikumsorientierte Erdgeschosse vorgesehen. Westlich der Bahn sollen die noch unbebauten Teile des Ziegeleiareals mit neuen Wohn- und Arbeitsnutzungen sowie grosszügigen Freiräumen ergänzt werden. Die laufende Aktualisierung der Bebauungspläne stärkt die Anforderungen an Klimaanpassung, Begrünung, Biodiversität und eine gute Vernetzung für den Fuss- und Veloverkehr. Gleichzeitig sollen wichtige Spuren der industriellen Vergangenheit erhalten und in die künftige Entwicklung integriert werden.