Horw See – Wo LuzernSüd den See erreicht

Am südlichen Ende von LuzernSüd öffnet sich der Siedlungsraum zum Vierwaldstättersee. Zwischen dem Campus Horw, der Horwer Bucht und dem Steinibachried verbindet Horw See Wohnen und Arbeiten mit Sport, Freizeit und wertvollen Naturräumen. Die Nähe zum Wasser, der Blick auf die Berge und die gute Anbindung machen das Gebiet zu einem besonderen Lebens- und Erholungsraum.

Das rund 300’000 Quadratmeter grosse Gebiet erstreckt sich vom Campus bis zum Seeufer. Rund um Altsagen und die Kantonsstrasse liegen gewachsene Wohn- und Arbeitsräume, während das Seefeld mit seinen Sportanlagen, der Badi und den öffentlich zugänglichen Freiflächen einen wichtigen Treffpunkt für Horw und die gesamte Agglomeration bildet. Dazwischen schaffen Fuss- und Velowege, die SüdAllee und der Autobahnpark neue Verbindungen zwischen Horw Mitte, dem Campus und dem See.

Kaum ein anderer Ort erzählt so unmittelbar von den landschaftlichen Ursprüngen Horws. Der Talboden war lange von Wasser und sumpfigem Gelände geprägt. Der Name Horw leitet sich vom mittelhochdeutschen «hor» beziehungsweise vom gotischen «hurwin» ab und bedeutet Schlamm oder sumpfiger Boden. Erstmals urkundlich erwähnt wurde «horwe» im Jahr 1231. Weil die Ebene lange kaum bebaubar war, entstanden die Kirche und die ersten Häuser am Hang. Erst mit der Entwässerung des Talbodens und der Eröffnung der Bahnlinie Luzern–Alpnach im Jahr 1889 setzte eine stärkere Besiedlung ein.

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SECHS TEILRÄUME – ZWISCHEN SIEDLUNG, SEE UND LANDSCHAFT

Horw See

Horw See umfasst sechs unterschiedlich geprägte Teilräume. Die Ortskante schafft entlang der Kantonsstrasse den Übergang von Horw Mitte zum Seegebiet. Altsagen ist ein gewachsener Wohn- und Arbeitsraum mit langfristigem Entwicklungspotenzial. Rund um das Dörfli und die mögliche S-Bahn-Haltestelle Horw See kann langfristig ein neuer Ankunfts- und Verbindungsort entstehen. Das Areal der Sand + Kies AG steht für die industrielle Geschichte und die weiterhin aktive Baustoffproduktion am See. Das Seefeld vereint Sport, Freizeit und öffentlich zugängliche Erholungsräume, während das Steinibachried einen Naturraum von nationaler Bedeutung bildet.

SüdAllee, Autobahnpark und Promenadenwege verbinden die Teilräume untereinander sowie mit Horw Mitte, dem Campus und dem See. Gemeinsam bilden sie den südlichen Abschluss von LuzernSüd und einen vielfältigen Lebensraum zwischen Stadt und Landschaft.

Bis weit ins 20. Jahrhundert blieb das Gebiet am See nur dünn bebaut. Neben Landwirtschaft und Wohnhäusern entstanden Sportanlagen sowie Gewerbe- und Industriebetriebe. Seit rund 100 Jahren gehört auch das Werk der Sand + Kies AG zum Bild der Horwer Bucht. Die Anlieferung von Rohstoffen über den See entlastet das Strassennetz und verweist auf die besondere Verbindung des Standorts mit dem Wasser.

Heute ist das Seefeld einer der wichtigsten Sport- und Erholungsräume von Horw. Fussball- und Leichtathletikanlagen, Beachvolleyballfelder, Spiel- und Liegewiesen sowie das Seebad schaffen ein vielfältiges Angebot. Der kommunale Richtplan Seefeld sieht vor, diese Nutzungen etappenweise weiterzuentwickeln, stärker miteinander zu verbinden und landschaftlich aufzuwerten. Sport, Erholung und Natur sollen dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Direkt daneben liegt mit dem Steinibachried ein besonders wertvoller Naturraum. Das Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung steht unter kantonalem Schutz und ist Bestandteil mehrerer Bundesinventare. Pufferflächen und eine gezielte Besucherführung sollen die empfindlichen Lebensräume schützen und gleichzeitig ein behutsames Naturerlebnis ermöglichen.

Langfristig kann sich Horw See weiter verändern. Rund um eine mögliche zusätzliche S-Bahn-Haltestelle sind bessere Verbindungen zwischen dem Campus, den Wohn- und Arbeitsgebieten und dem See vorgesehen. Der notwendige Raum ist planerisch gesichert; ein Realisierungszeitpunkt steht jedoch noch nicht fest. Bis dahin bleiben eine gute Buserschliessung sowie attraktive Fuss- und Veloverbindungen zentral. Auch das Areal der Sand + Kies AG weist langfristiges Veränderungspotenzial auf. Bei einer späteren Aufgabe der heutigen Nutzung könnten neue öffentliche Seezugänge und zusätzliche Erholungsflächen entstehen.

Ziel ist kein durchgehend dicht bebauter Stadtteil, sondern ein ausgewogener Übergang zwischen Siedlung und Landschaft. Horw See soll seine Qualitäten als Wohn- und Arbeitsort stärken, den Zugang zum Wasser verbessern und zugleich die wertvollen Natur- und Erholungsräume dauerhaft sichern.

 

Jedes Areal für sich

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Ortskante

Die Ortskante bildet entlang der Kantonsstrasse den nördlichen Eingang zu Horw See. Eine klar gefasste Bebauung und ein aufgewerteter Strassenraum sollen den Übergang von Horw Mitte zu den südlich anschliessenden Wohn-, Arbeits- und Freizeiträumen besser erkennbar machen. Bestehende Bauten und künftige Entwicklungen können hier schrittweise zu einem zusammenhängenden Stadtraum verbunden werden. Gute Querungen sowie attraktive Erdgeschosse und Vorbereiche stärken die Verbindung zwischen den Quartieren beidseits der Kantonsstrasse.

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Altsagen

Altsagen ist ein gewachsener Wohn- und Arbeitsraum zwischen dem Horwer Zentrum und dem See. Unterschiedliche Gebäude, kleinere Gewerbebetriebe und Wohnnutzungen prägen das heute vielfältige Gebiet. Langfristig bietet Altsagen Potenzial für eine qualitätsvolle Weiterentwicklung im Bestand. Neue Fuss- und Veloverbindungen, begrünte Freiräume und sorgfältig gestaltete Übergänge sollen das Quartier besser mit dem Seefeld, der möglichen S-Bahn-Haltestelle und dem Seeufer verknüpfen.

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Dörfli und mögliche Haltestelle Horw See

Im Dörfli treffen der südliche Zugang zum Campus, die Bahnlinie und wichtige Fuss- und Veloverbindungen aufeinander. Langfristig ist hier eine zusätzliche S-Bahn-Haltestelle vorgesehen, welche den Campus, die umliegenden Quartiere, die Sportanlagen und das Seeufer besser erschliessen könnte. Der notwendige Raum für die Haltestelle, öffentliche Platzbereiche und eine Querung der Bahn ist planerisch gesichert. Da die Realisierung von der übergeordneten Bahnplanung abhängt, ist der Zeitpunkt weiterhin offen. Bis dahin stehen eine attraktive Buserschliessung und sichere Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr im Vordergrund.

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Sand + Kies

Das Areal der Sand + Kies AG ist seit rund 100 Jahren ein Produktions- und Arbeitsstandort direkt an der Horwer Bucht. Die Anlieferung der Rohstoffe über den See reduziert Lastwagenfahrten und entlastet das regionale Strassennetz. Das Werk bleibt vorerst in Betrieb und prägt mit seinen Anlagen und dem historischen Portalkran die industrielle Identität des Ortes. Langfristig sieht die Planung eine mögliche Öffnung des Ufers und eine Erweiterung des Seebades auf Teile des heutigen Betriebsareals vor. Voraussetzung dafür ist eine spätere Veränderung der betrieblichen Nutzung; konkrete Termine bestehen derzeit nicht. Der Portalkran soll als industriegeschichtliches Zeugnis erhalten bleiben.

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Seefeld und Seebad

Das Seefeld ist der grösste und wichtigste Sportstandort der Gemeinde Horw und zugleich ein bedeutendes Naherholungsgebiet der Agglomeration. Fussball, Leichtathletik, Beachvolleyball und weitere Bewegungsangebote treffen hier auf Parkflächen, Spielmöglichkeiten und das Seebad. Mit der «Vision Seefeld» werden die bestehenden Angebote etappenweise erneuert, besser geordnet und landschaftlich aufgewertet. Das Seebad sichert den öffentlichen Zugang zum Wasser und soll langfristig durch zusätzliche Liege-, Spiel- und Aufenthaltsflächen ergänzt werden. Ein naturnah gestalteter Park verbindet Sport, Erholung und Naturerlebnis.

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Steinibachried

Das Steinibachried ist einer der wertvollsten Naturräume am Vierwaldstättersee. Es ist ein Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und bietet zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Seit 1996 steht das Gebiet unter kantonalem Schutz. Eine Pufferzone schirmt das empfindliche Ried gegenüber den intensiv genutzten Sport- und Freizeitflächen ab. Der bestehende Naturerlebnisweg, der sogenannte «Prügelweg», macht die besondere Landschaft punktuell erfahrbar, ohne zusätzliche Bereiche für die Erholung zu öffnen. Schutz, Pflege und ökologische Vernetzung haben hier Vorrang.

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Verbindende Freiräume und Wege

SüdAllee, Autobahnpark und Promenadenwege bilden das verbindende Netz von Horw See. Sie führen vom Mattenplatz und von Horw Mitte über den Campus bis zum Seefeld und an die Horwer Bucht. Entlang dieser Achsen sollen sichere, begrünte und möglichst durchgängige Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr entstehen. Damit wird der See aus den Wohn- und Arbeitsgebieten von LuzernSüd besser erreichbar – und Horw See zu einem gemeinsamen Ziel für Alltag, Sport und Erholung.