Schlund - Vielfältiges Stadtquartier im Grünen

Das Schlundgebiet erfüllt hohe Ansprüche: Es ist verkehrstechnisch ausgezeichnet erschlossen und liegt dennoch mitten im Grünen am Fusse des Pilatus. Mit dem Schweighof befindet sich hier zudem das erste 2000-Watt-Areal der Zentralschweiz. Neue Wohnquartiere, etablierte Gewerbebetriebe, bedeutende Arbeitsplatz- und Einkaufsstandorte sowie grosszügige Grünräume liegen nahe beieinander. Wer bewusst wohnen, arbeiten und leben möchte, liegt hier goldrichtig.

Das Gebiet erstreckt sich zwischen Mattenhof, Horw Mitte und dem Pilatusmarkt. Es umfasst unterschiedlich geprägte Teilräume wie den Schweighof, den Ringpark, den Grabenhof, das eigentliche Schlundareal, die Dattenmatt und den Pilatusmarkt. Gemeinsam entwickeln sie sich schrittweise zu einem vielfältigen und gut vernetzten Stadtteil von LuzernSüd.

Bevor zwischen Mattenhof und Pilatusmarkt gebaut wurde, erstreckten sich hier Wiesen und Weideflächen auf ehemaligem Sumpfland. Die Schlundallmend wurde über Jahrhunderte gemeinschaftlich landwirtschaftlich genutzt. Um 1700 mussten sogenannte Amtsgenossen bei ihrem Amtsantritt drei Eichen pflanzen und sich um deren Gedeihen kümmern. Darin liegt der Ursprung des Eichwäldli am Fusse des Schattenbergs beim Weierrütibachtobel.

Mit der Eröffnung der Bahnlinie Luzern–Alpnach im Jahr 1889 begann sich das Gebiet zu verändern. Entlang der neuen Verkehrsverbindung siedelten sich nach und nach Gewerbe- und Industriebetriebe an. Trotzdem blieb die Landwirtschaft noch lange prägend: Als 1955 zwischen Kriens und Horw die erste Autobahn der Schweiz eröffnet wurde, bestanden im Gebiet noch mehr als 20 Milchbauernbetriebe.

Die damals noch schmale Schnellstrasse führte ohne Leitplanken durch das Kulturland. Um ihre Flächen auf beiden Seiten bewirtschaften zu können, überquerten die Bauern die Fahrbahn mit ihren Maschinen. Mit dem weiteren Ausbau der Siedlung und der Verkehrsinfrastrukturen verschwanden viele dieser Betriebe. Auf der Schällenmatt wird die landwirtschaftliche Geschichte des Gebiets jedoch bis heute weitergeführt: Josef Baumgartner bewirtschaftet dort im Nebenerwerb eine «Schüür» mit Rindern, Ziegen und Schweinen.

Die Autobahn A2 führt weiterhin durch das gesamte Schlundgebiet, verläuft hier heute jedoch vollständig überdeckt. Dadurch konnten beidseits der ehemaligen Verkehrsschneise neue Wohn-, Arbeits- und Freiräume entstehen. Mit der Verlängerung des Schlundtunnels in Richtung Norden soll das Gebiet schrittweise als öffentlicher Grünraum sowie als durchgehende Fuss- und Veloverbindung weiterentwickelt werden.

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SIEBEN TEILRÄUME – EIN STADTQUARTIER IM GRÜNEN

Schlund

Das Schlundgebiet umfasst sieben unterschiedlich geprägte Teilräume. Der Schweighof hat sich zu einem gemischt genutzten Wohn- und Arbeitsquartier entwickelt, während der Ringpark den Standort mit neuen Unternehmens- und Büroflächen ergänzt. Die Schällenmatt wächst in mehreren Etappen zu einem durchgrünten und wohnlich geprägten Quartier heran. Grabenhof und Hinterschlund liegen auf Krienser Stadtgebiet, gehören jedoch der Stadt Luzern und werden in enger Zusammenarbeit beider Städte weiterentwickelt. Auf dem Grabenhof entstehen ein grosszügiger Park, neue Naturflächen und der Bogenweg; das Hinterschlund bietet langfristig Raum für Wohnen und Arbeiten. Die Dattenmatt bildet den Übergang zu den bestehenden Wohnquartieren, während der Pilatusmarkt eine wichtige Funktion als regionaler Einkaufs- und Versorgungsstandort übernimmt.

Gemeinsam verbinden die sieben Teilräume Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Erholung. Der Bogenweg, die Bachräume und der Autobahnpark vernetzen sie zu einem vielseitigen Stadtquartier im Grünen.

Auf dem Grabenhof ist ab 2027 ein rund 20’000 Quadratmeter grosser Stadtpark vorgesehen. Die heute teilweise als Familiengärten genutzten Flächen sollen zu einem vielfältigen Grün-, Erholungs- und Begegnungsraum werden. Gleichzeitig wird der Schlimbach renaturiert und ökologisch aufgewertet.

Mit dem Bogenweg entsteht zudem eine attraktive Fuss- und Veloverbindung zwischen dem Mattenhof und Horw. Der neue Weg bindet den Stadtpark in das übergeordnete Wegnetz ein und schafft eine Alternative zu den stärker befahrenen Verkehrsachsen. Der Grabenhof leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Freiraumversorgung der wachsenden Wohn- und Arbeitsgebiete.

Das eigentliche Schlundareal ist weiterhin stark durch Gewerbe, Dienstleistungen und Verkehr geprägt. Es bietet langfristig Potenzial für eine dichtere, vielfältigere und besser mit der Umgebung vernetzte Entwicklung. Bestehende Unternehmen und Arbeitsplätze bleiben dabei ein wichtiger Bestandteil des Gebiets. Die Ringstrasse, die Bachräume und der Autobahnpark bilden das räumliche Gerüst für die schrittweise Transformation.

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Besonders sichtbar ist der Wandel auf dem Schweighofareal. Auf dem früher landwirtschaftlich genutzten Boden der Familie Theiler erfolgte 2015 der Spatenstich für ein neues Stadtquartier. Seither sind in einer offenen Anordnung 17 Gebäude mit rund 500 Wohnungen sowie Büro-, Gewerbe- und Dienstleistungsflächen entstanden. Unterschiedliche Wohnformen, gemeinschaftliche Freiräume und die Versorgung mit See-Energie prägen das Quartier.

Als erstes 2000-Watt-Areal der Zentralschweiz setzte der Schweighof früh hohe Massstäbe für eine ressourcenschonende Quartierentwicklung. Heute verbindet das Areal Wohnen und Arbeiten mit kurzen Wegen, guter Erreichbarkeit und der Nähe zu den umliegenden Grün- und Erholungsräumen.

Mit dem Ringpark wird eines der letzten grossen Puzzleteile des Schweighofareals realisiert. Zwischen 2026 und 2028 sollen entlang der Ringstrasse neue Gewerbe- und Bürogebäude mit rund 22’500 Quadratmetern Geschossfläche entstehen. Die flexibel nutzbaren Räume bieten Platz für Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistung, Forschung und Entwicklung und sollen Raum für rund 1’000 Arbeitsplätze schaffen. Damit bleibt der Schlund auch künftig ein bedeutender Wirtschaftsstandort.

Einen anderen Charakter besitzt die Dattenmatt. Ihre kleinteilige und stark durchgrünte Wohn- und Arbeitsstruktur bildet einen bewussten Kontrast zu den grossflächigeren Entwicklungs- und Gewerbearealen. Bei einer künftigen Weiterentwicklung stehen deshalb der respektvolle Umgang mit dem Bestand, die Sicherung der Grünqualitäten und bessere Verbindungen zu den angrenzenden Gebieten im Vordergrund.

Am südlichen Eingang zum Schlundgebiet liegt der Pilatusmarkt. Das Einkaufszentrum ist ein regional bedeutender Versorgungs- und Begegnungsort mit Angeboten aus Detailhandel, Dienstleistungen und Gastronomie. Seine Lage an der Ringstrasse, die Nähe zum Autobahnanschluss sowie die Erschliessung mit Bus und Bahn machen den Standort gut erreichbar.

Langfristig bietet das Areal Potenzial für ergänzende Nutzungen, attraktivere Aussenräume und eine stärkere räumliche Vernetzung mit dem Schweighof und Horw Mitte. Damit kann sich der Pilatusmarkt vom klassischen Einkaufszentrum zu einem noch vielfältigeren Baustein von LuzernSüd weiterentwickeln.

Der Schlund verbindet auf besondere Weise Geschichte und Zukunft, Wohnen und Arbeiten sowie Urbanität und Landschaft. Mit neuen Arbeitsplätzen, attraktiven Grünräumen und besseren Fuss- und Veloverbindungen entwickelt sich das Gebiet zu einem vielseitigen Stadtquartier im Grünen.

 

Jedes Areal für sich

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Schällenmatt

Die Schällenmatt liegt westlich des Schweighofs und entwickelt sich schrittweise zu einem durchgrünten Wohnquartier. Statt einer grossmassstäblichen Gesamtüberbauung wird das Areal in mehreren Etappen und mit einer vergleichsweise lockeren Bebauung weiterentwickelt. Die aktuelle Etappe umfasst drei Mehrfamilienhäuser mit 74 Mietwohnungen und drei Gewerbeflächen. In einer dieser Flächen schafft die Stadt Kriens neue schulergänzende Betreuungsangebote und prüft einen öffentlich nutzbaren Quartiertreffpunkt. Grosszügige Grün- und Begegnungsräume machen die Schällenmatt zu einer ruhigen, wohnlich geprägten Ergänzung der dichteren Teilräume von LuzernSüd.

Mehr gibt es hier:  Schällenmatt, Kriens

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Schweighof

Der Schweighof hat sich in den vergangenen Jahren von einem Gewerbeareal zu einem gemischt genutzten Stadtquartier entwickelt. In einer offenen Anordnung sind zahlreiche Gebäude mit rund 500 Wohnungen sowie Büro-, Gewerbe- und Dienstleistungsflächen entstanden. Unterschiedliche Wohnformen – darunter auch Wohnen mit Dienstleistungen – schaffen Platz für verschiedene Generationen und Lebenssituationen. Das Quartier wird mit See-Energie versorgt und orientiert sich an hohen energetischen Standards. Mit seinen Freiräumen und dem Schweighofplatz bildet es einen wichtigen Wohn- und Lebensraum im urbanen LuzernSüd, nahe des Mattenplatzes.

Mehr gibt es hier: Schweighofpark

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Ringpark

Der Ringpark bildet eines der letzten grossen Entwicklungsprojekte innerhalb des Schweighofareals. Zwischen 2026 und 2028 sollen entlang der Ringstrasse zwei miteinander verbundene Gewerbe- und Bürogebäude entstehen. Rund 22’500 Quadratmeter Geschossfläche bieten Platz für Büros, Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung sowie weitere unternehmerische Nutzungen. Flexible Raumstrukturen ermöglichen unterschiedliche Arbeits- und Unternehmensformen. Mit voraussichtlich rund 1’000 Arbeitsplätzen stärkt der Ringpark den Schweighof als bedeutenden Wirtschaftsstandort.

Mehr gibt es hier: Ringpark im Schweighof

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Grabenhof

Auf dem Grabenhof soll ein neuer, rund 20’000 Quadratmeter grosser Stadtpark entstehen. Die heute teilweise als Familiengärten genutzten Flächen werden schrittweise zu einem vielfältigen Grün-, Erholungs- und Begegnungsraum weiterentwickelt. Gleichzeitig ist vorgesehen, den Schlimbach zu renaturieren und ökologisch aufzuwerten. Mit dem Bogenweg entsteht zudem eine neue Fuss- und Veloverbindung zwischen dem Mattenhof und Horw. Der Projektstart für Stadtpark und Bogenweg ist für 2027 geplant.

Mehr gibt es hier: Projektwettbewerb zum Grabenhof-Park

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Hinterschlund

Das Areal Hinterschlund liegt auf Krienser Stadtgebiet, befindet sich jedoch – wie der benachbarte Grabenhof – im Eigentum der Stadt Luzern. Es ist bereits einer Wohn- und Arbeitszone zugewiesen und bildet eine bedeutende strategische Landreserve. Die Städte Luzern und Kriens haben die Grundsätze für die gemeinsame Entwicklung und die Schaffung öffentlicher Freiräume in einer Absichtserklärung festgelegt. Der Bogenweg führt über Teilflächen des Areals und verbindet Hinterschlund und Grabenhof mit dem Mattenhof und Horw. Nach dem Ende der heutigen Zwischennutzung soll das Areal langfristig im Baurecht entwickelt werden.

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Pilatusmarkt

Der Pilatusmarkt ist ein regional bedeutender Einkaufs- und Versorgungsstandort am südlichen Eingang zum Schlundgebiet. Das Einkaufszentrum vereint Detailhandel, Dienstleistungen und Gastronomie und ist mit dem öffentlichen Verkehr sowie über den nahe gelegenen Autobahnanschluss gut erreichbar. Mit seinem grossen Gebäudevolumen und den vorgelagerten Verkehrs- und Freiflächen prägt es den Raum entlang der Ringstrasse. Langfristig bietet das Areal Potenzial für ergänzende Nutzungen, eine stärkere Öffnung zum Umfeld und attraktivere öffentliche Räume. Damit kann der Pilatusmarkt zu einem verbindenden Baustein zwischen dem Kuonimattquartier, dem Schweighof und Horw Mitte werden.

Mehr gibt es hier: Pilatusmarkt

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Dattenmatt

Die Dattenmatt ist ein kleinteiliges und stark durchgrüntes Arbeits- und Wohngebiet nördlich der Ringstrasse. Sie bildet einen räumlichen Übergang zwischen den bestehenden Quartieren und den grossflächigeren Entwicklungs- und Gewerbearealen im Schlund. Bei einer künftigen Weiterentwicklung stehen deshalb eine sorgfältige Einordnung und der respektvolle Umgang mit dem Bestand im Vordergrund. Gleichzeitig sollen die Fuss- und Veloverbindungen zum Schweighof, zur Ringstrasse und in Richtung Horw verbessert werden. Entlang der Ringstrasse steht weiterhin das Arbeiten im Fokus.