Campus Horw erreicht nächsten Meilenstein

20. August 2026

Das Baugesuch für die Erneuerung und Erweiterung des Campus Horw liegt öffentlich auf. Läuft das Bewilligungsverfahren planmässig, beginnen die Bauarbeiten 2027. In Horw entsteht schrittweise ein gemeinsamer Bildungs-, Forschungs- und Begegnungsort für rund 4’000 Studierende und 1’000 Mitarbeitende.

Mit der öffentlichen Auflage des Baugesuchs erreicht eines der bedeutendsten Entwicklungsprojekte von LuzernSüd einen weiteren Meilenstein. Der bestehende Campus der Hochschule Luzern – Technik & Architektur wird umfassend erneuert und erweitert. Gleichzeitig zieht die heute auf mehrere Standorte in der Stadt Luzern verteilte Pädagogische Hochschule Luzern nach Horw.

Damit werden zwei starke Bildungsinstitutionen an einem Ort zusammengeführt. Gemeinsame Einrichtungen wie Bibliothek, Mensa, Aulen und weitere Lern- und Begegnungsräume schaffen Synergien und fördern den Austausch zwischen Technik, Architektur und Pädagogik. Für Horw und LuzernSüd stärkt der neue Campus die Rolle als Bildungs-, Forschungs- und Innovationsstandort mit Ausstrahlung über die Zentralschweiz hinaus.

Neue Gebäude ergänzen den bestehenden Campus

Grundlage des Bauprojekts ist das Siegerprojekt «Gravity» des Zürcher Planungsteams Penzel Valier AG. Das Konzept führt die charakteristische Struktur des 1977 eröffneten Technikums weiter und verbindet bestehende Bauten, Neubauten und Freiräume zu einem zusammenhängenden Campus.

In einer ersten Etappe entstehen die beiden neuen Hauptgebäude A und E. Gebäude A wird zum zentralen Standort der Pädagogischen Hochschule und umfasst unter anderem die Campus-Mensa und eine kleinere Aula. Im Gebäude E der Hochschule Luzern entstehen die grosse Campus-Aula, die gemeinsame Bibliothek sowie Räume für Lehre, Forschung und Begegnung. Gleichzeitig wird das bestehende Gebäude F um zusätzliche Flächen für Forschung und praktische Arbeiten erweitert.

Anschliessend werden die bestehenden Gebäude B, C und D umfassend saniert, teilweise erweitert und aufgestockt. Den Abschluss bildet der Neubau des Gebäudes H mit dem Campus-Café sowie zusätzlichen Aufenthalts-, Sport- und Bewegungsflächen.

Realisierung bis 2036

Die Arbeiten sollen 2027 beginnen und erfolgen in mehreren Etappen bei laufendem Hochschulbetrieb. Dadurch kann weitgehend auf kostspielige Provisorien verzichtet werden. Erste Inbetriebnahmen und Umzüge sind ab 2029 vorgesehen. Der Bezug der ersten grossen Bauetappe ist ab 2031 geplant, die erneuerten Bestandsgebäude sollen ab 2034 genutzt werden. Der vollständige Abschluss des Campus ist für 2036 vorgesehen. Weitere Informationen zur Etappierung

Die Umsetzung stellt hohe Anforderungen an Planung und Bau. Der weiche Untergrund, die Grundwasserverhältnisse und Schadstoffe in einzelnen bestehenden Gebäudeteilen müssen sorgfältig berücksichtigt werden. Belastete Materialien werden im Rahmen der Sanierung fachgerecht entfernt.

Nachhaltiger Campus mit öffentlich zugänglichen Freiräumen

Nachhaltigkeit spielt sowohl beim Bau als auch im späteren Betrieb eine zentrale Rolle. Der Campus strebt eine Zertifizierung nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz auf Stufe Gold an. Mehrere bestehende Gebäude werden weiterverwendet und erneuert, anstatt vollständig ersetzt zu werden. Materialien und Bauteile sollen nach Möglichkeit direkt auf dem Areal wiederverwendet werden.

Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt vollständig mit erneuerbarer Energie aus dem Vierwaldstättersee. Grossflächige Photovoltaikanlagen sollen jährlich rund 1’650 Megawattstunden Strom produzieren – dies entspricht ungefähr dem Verbrauch von 650 Haushalten. Rund 20’000 Quadratmeter Grünflächen und mehr als 400 Bäume tragen zu einem angenehmen Mikroklima und einer hohen Aufenthaltsqualität bei. Die neuen Aussenräume und der Campus-Park werden auch der Bevölkerung offenstehen. Zahlen und Fakten zum neuen Campus

Mobilität mit Fokus auf ÖV, Fuss- und Veloverkehr

Obwohl künftig deutlich mehr Menschen auf dem Campus lernen und arbeiten, soll der Autoverkehr nicht entsprechend zunehmen. Das Parkplatzangebot wird deshalb deutlich reduziert. Gleichzeitig werden die Infrastruktur für den Veloverkehr, das Mobilitätsmanagement und die Verbindungen zum Bahnhof Horw ausgebaut.

Mit seiner Lage an der SüdAllee und zwischen Horw Mitte und Horw See ist der Campus in das übergeordnete Fuss- und Velonetz von LuzernSüd eingebunden. Die öffentlich zugänglichen Wege und Freiräume sollen den Campus besser mit dem Bahnhof, den umliegenden Quartieren und dem See verbinden.

Eine Investition in den Bildungsstandort

Die aktuelle Kostenprognose für die Erneuerung und Erweiterung liegt bei rund 568 Millionen Franken. Finanzierung und späterer Betrieb erfolgen über die Immobilien Campus Luzern-Horw AG, deren Alleinaktionär der Kanton Luzern ist.

Mit dem neuen Campus entsteht nicht nur eine moderne Hochschulinfrastruktur, sondern ein neuer, lebendiger Stadtbaustein für Horw. Bildung, Forschung, Arbeiten und Begegnung werden an einem gut erreichbaren Ort zusammengeführt. Damit setzt der Campus einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung von Horw Mitte und des gesamten Raums LuzernSüd.

Weitere Informationen: www.campushorw.lu.ch

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