Jetzt geht es vors Volk: Weitere Etappe für die Siedlungsverbindungen A2 erreicht

15. Mai 2026

Der Luzerner Kantonsrat hat den kantonalen Sonderkredit für die Mitfinanzierung der geplanten Teilüberdeckungen der Autobahn A2 einstimmig gutgeheissen. Damit ist ein weiterer wichtiger politischer Meilenstein für die Siedlungsverbindungen A2 in LuzernSüd erreicht.

Der Luzerner Kantonsrat hat den kantonalen Sonderkredit für die Mitfinanzierung der geplanten Teilüberdeckungen der Autobahn A2 einstimmig gutgeheissen. Damit ist ein weiterer wichtiger politischer Meilenstein für die Siedlungsverbindungen A2 in LuzernSüd erreicht.

Die Autobahn A2 prägt und trennt das Siedlungsgebiet in Kriens seit Jahrzehnten stark. Mit den geplanten Teilüberdeckungen soll diese Trennwirkung reduziert und der Stadtraum langfristig aufgewertet werden. Die Siedlungsverbindungen A2 schaffen neue Querungen, zusätzliche Grün- und Freiräume sowie bessere Verbindungen zwischen den Quartieren. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von LuzernSüd als zusammenhängender, gut vernetzter Lebens- und Arbeitsraum.

Die Gesamtkosten für die geplanten Überdeckungen betragen rund 186 Millionen Franken. Das Bundesamt für Strassen ASTRA übernimmt davon 111,92 Millionen Franken. Der Kanton Luzern beteiligt sich mit 48,5 Millionen Franken beziehungsweise mit administrativen Kosten mit insgesamt 49,76 Millionen Franken. Die Stadt Kriens soll sich mit 26,12 Millionen Franken beteiligen.

Der Einwohnerrat Kriens hatte den entsprechenden Sonderkredit bereits im März ohne Gegenstimme gutgeheissen. Das Geschäft wurde mit 25 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen beschlossen und kommt im September 2026 vor die Krienser Stimmbevölkerung. Der kantonale Beitrag wird voraussichtlich im November 2026 der Luzerner Stimmbevölkerung vorgelegt, da Ausgaben über 25 Millionen Franken einer kantonalen Volksabstimmung unterliegen. Der Bundesbeitrag des ASTRA ist bereits gesichert.

Geplant sind eine Überdeckung im Gebiet Arsenal/Rösslimatt mit einer Länge von rund 250 bis 300 Metern sowie eine Verlängerung des Tunnels Schlund um rund 130 bis 150 Meter. Eine weitere, rund 240 Meter lange Abdeckung im Bereich Sonnenbergportal–Grosshof wird im Rahmen des Autobahnprojekts Bypass Luzern vollständig durch das ASTRA finanziert.

In den politischen Beratungen wurde auch die Beschwerde der Stadt Kriens gegen das Projekt Bypass Luzern thematisiert. Die Stadt Kriens hat angekündigt, diese nach den zustimmenden Entscheiden des Krienser Einwohnerrats und des Luzerner Kantonsrats zurückzuziehen. Stadtpräsidentin Christine Kaufmann-Wolf bestätigte nach der Kantonsratsdebatte, dass die Stadt Kriens entsprechend der getroffenen Abmachung handeln werde.

Im Krienser Einwohnerrat wurde dieses Vorgehen vereinzelt kritisch beurteilt. Die vier Enthaltungen stammten von Vertreterinnen und Vertretern der Grünen, der Jungen Grünen und der SP. Kritisiert wurde insbesondere, dass mit dem Rückzug der Beschwerde ein zentrales Instrument aufgegeben werde, bevor die Volksabstimmungen stattgefunden haben. Zudem wurden zusätzliche flankierende Massnahmen, etwa im öffentlichen Verkehr sowie für eine siedlungsverträgliche Bauphase, gefordert.

Gleichzeitig wurde in der Debatte der Mehrwert der Teilüberdeckungen breit anerkannt. Mehrere Votantinnen und Votanten betonten die Chance, den Autobahnabschnitt zwischen Sonnenberg und Schlund siedlungsverträglicher zu gestalten. Genannt wurden insbesondere weniger Lärm, bessere Fuss- und Veloverbindungen, zusätzliche Grünflächen sowie eine deutliche Aufwertung der angrenzenden Quartiere und Grundstücke.

Auch im Kantonsrat war die Unterstützung sehr deutlich. 114 Kantonsrätinnen und Kantonsräte stimmten dem Sonderkredit zu, Gegenstimmen gab es keine. Zwei Mitglieder enthielten sich. In der Debatte wurde die A2 mehrfach als starke Belastung für das Siedlungsgebiet bezeichnet. Die Teilüberdeckungen wurden entsprechend als grosse Chance für Kriens und LuzernSüd gewürdigt.

Für LuzernSüd ist der einstimmige Entscheid ein starkes Signal. Die Siedlungsverbindungen A2 sind weit mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie eröffnen die Möglichkeit, bestehende Barrieren abzubauen, neue öffentliche Räume zu schaffen und die Entwicklung des gesamten Gebiets nachhaltig zu stärken. Entscheidend werden nun die anstehenden Volksabstimmungen in Kriens und im Kanton Luzern sein.

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