Wichtiger Meilenstein für LuzernSüd: Projektpartner einigen sich auf Umsetzung der Siedlungsverbindungen Luzern-Süd

02. Februar 2026

Ein wichtiger Meilenstein für LuzernSüd: Bund, Kanton und Stadt Kriens haben sich auf die gemeinsame Umsetzung und Finanzierung der Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 geeinigt. Damit wird die Grundlage geschaffen, die trennende Wirkung der Autobahn schrittweise zu überwinden. Die Umsetzung erfolgt koordiniert mit dem Gesamtsystem Bypass Luzern.

Am 2. Februar 2026 haben das Bundesamt für Strassen, der Kanton Luzern und die Stadt Kriens eine gemeinsame Vereinbarung zur Umsetzung und Finanzierung der Teilüberdeckungen der Autobahn A2 in LuzernSüd unterzeichnet. Damit erhält ein seit mehreren Jahren laufender Entwicklungsprozess eine verbindliche Grundlage für die nächste Projektphase.

Im Zentrum der Vereinbarung steht die enge Abstimmung mit dem Gesamtsystem Bypass Luzern. Die geplanten Teilüberdeckungen sollen möglichst parallel und koordiniert mit den Arbeiten am Bypass realisiert werden, um Synergien zu nutzen und zusätzliche Belastungen für den Stadtraum zu minimieren. Die Bauherrschaft für das Gesamtvorhaben liegt beim ASTRA.

Siedlungsverbindungen als Schlüssel zur Aufwertung von LuzernSüd

Die geplanten Siedlungsverbindungen sind eigenständige Projekte, stehen jedoch in engem funktionalem Zusammenhang mit dem Bypass Luzern. Ziel ist es, die heute stark trennende Wirkung der Autobahn A2 im Krienser Talboden schrittweise zu überwinden und neue räumliche Verbindungen zwischen den Quartieren zu schaffen.

Konkret umfasst das Projekt drei zentrale Räume: den Bereich Grosshof beim Südportal des Bypass Luzern, die Siedlungsverbindung Rösslimatt mit der Überdeckung Arsenal sowie die Siedlungsverbindung Chäppeliallmend mit der Verlängerung des Tunnels Schlund. Diese Elemente bilden zusammen das räumliche Rückgrat für neue Freiräume, Begegnungsorte und Quartierverbindungen über die Autobahn hinweg.

Für den Entwicklungsschwerpunkt LuzernSüd haben die Teilüberdeckungen eine besondere Bedeutung. Sie schaffen neue öffentliche Räume in einem stark verkehrlich geprägten Umfeld, verbessern den Lärmschutz und leisten einen wichtigen Beitrag zur qualitätsvollen Siedlungsentwicklung nach innen. Gleichzeitig stärken sie die Vernetzung der bestehenden und künftigen Quartiere.

Finanzierung, Koordination und weiterer Ausblick

Die Finanzierung des Projekts ist klar geregelt. Die Gesamtkosten belaufen sich gemäss aktueller Schätzung auf rund 186,5 Millionen Franken. Der Bund übernimmt 60 Prozent der Kosten, der Kanton Luzern 26 Prozent und die Stadt Kriens 14 Prozent. Über die Beiträge von Kanton und Stadt werden die jeweiligen Parlamente beraten; die Stimmbevölkerung entscheidet im Herbst 2026.

Der nun erreichte Meilenstein baut auf einem breit abgestützten Prozess auf. Die Idee der Teilüberdeckungen wurde bereits 2021 im Regelwerk LuzernSüd verankert und seither in einem kooperativen Planungsverfahren weiterentwickelt. Der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus sowie das Gebietsmanagement LuzernSüd wirkten dabei koordinierend und vermittelnd zwischen Bund, Kanton, Gemeinden und weiteren Akteuren.

Die nächsten Planungsschritte werden voraussichtlich rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Für die Überdeckung Arsenal und die Verlängerung des Tunnels Schlund wird mit einer Bauzeit von etwa vier Jahren gerechnet. Eine Realisierung ab rund 2037 wird angestrebt – möglichst zeitgleich und abgestimmt mit dem Gesamtsystem Bypass Luzern.

Breite Unterstützung aus Wirtschaft und Gesellschaft

Der nun eingeschlagene gemeinsame Weg findet auch ausserhalb der Projektpartnerschaft breite Unterstützung. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft begrüssen den erzielten Kompromiss und werten ihn als wichtiges Signal für die langfristige Entwicklung des Grossraums Luzern. Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern hebt hervor, dass das abgestimmte Vorgehen beim Bypass Luzern und den Siedlungsverbindungen eine konstruktive Lösung darstellt und Signalwirkung für weitere Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte im Raum Luzern entfaltet. Auch die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz würdigt die Einigung als wichtigen Schritt, um Mobilität, Standortqualität und Raumentwicklung gemeinsam voranzubringen. Positive Stellungnahmen kommen zudem vom Touring Club Schweiz sowie vom Komitee BypassPLUS, die das koordinierte Vorgehen von Bund, Kanton und Stadt als tragfähige Grundlage für eine zukunftsgerichtete Verkehrsinfrastruktur und einen aufgewerteten Stadtraum in Luzern-Süd beurteilen.

Weiterführende Informationen

Das Entwicklungskonzept (Stand Februar 2026) mit dem erläuternden Bericht sowie dem finalen Zielbild kann hier aufgerufen werden: Entwicklungskonzept ÜDA2-LU.

Räumliches Zielbild als Download: Synthese

Alle weiteren und aktuellen Informationen findet man auf der Projektwebseite: Siedlungsverbindungen Luzern-Süd - Kanton Luzern

Geplante Siedlungsverbindungen im 3D-Stadtmodell: Landschaftsmodell - Kanton Luzern

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